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Rückblick auf eine besondere Konzertreise

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zur Landesseite

Das Schwabenland Handharmonika Orchester aus Kirchheim/Teck, kurz SHO genannt, wurde Ende Januar 2001 gegründet und besteht z.Zt. aus 6 Damen und 10 Herren im Alter zw. 43 und 73 Jahren. Sie stammen aus ganz Baden-Württemberg und führen jährlich etwa 6 ganztätige Proben sowie eine dreitätige Wochenendklausur durch.
Man könnte das SHO als eine Art Landes-Orchester bezeichnen, wobei das besondere daran ist, dass - mit Ausnahme zweier Zungenbässe - alle Akteure mit Hohner Club Morinos oder adäquaten Instrumenten spielen, also allesamt Diatoniker sind.


Vom 20.-25. August 2004 führte das Orchester eine Konzertreise nach Ungarn durch. Aktive und mitreisende Fans wurden nach 14-stündiger Busfahrt in Budapest von Herrn Peter, dem Betreuer der zuständigen Organisation "Musik-Land", herzlich empfangen.

Der gesamte Ablauf - Auftritte, Unterkunft, Verpflegung, Stadtrundfahrten, Ausflüge in die Pustza und zu Ritterspielen sowie eine Schifffahrt auf der Donau, etc. war perfekt organisiert.
Wichtig waren für das SHO natürlich die musikalischen Auftritte, wobei erfreulicherweise alle Erwartungen bei weitem übertroffen wurden.

Ein erhebendes Gefühl bemächtigte sich den Orchestermitgliedern, als man am späten Vormittag des 22. im gewaltigen Innenraum der Basilika von Estergom - die viertgrößte der Welt - Platz nahm, um ein auserlesenes 45-minütiges Kirchenkonzert darzubieten. Die aufgeführten Werke u.a. von J.S.Bach, W.A.Mozart, L.v.Beethoven, D.Bortnianskij, W.Jacobi und T.Albinoni wurden in der von Einheimischen und Touristen nahezu voll besetzten Basilika mit langem Applaus belohnt.

Am selben Tag um 17 Uhr gab das Orchester noch ein Festkonzert im Kulturhaus von Mogyoròsbánya, einem kleinen romantischen Dorf.
Ungute Gefühle beschlichen das SHO, denn zwanzig Minuten vor Konzertbeginn war kein Mensch zu sehen, das Dorf schien regelrecht ausgestorben und lediglich Hundegebell aus Häusern, Höfen und Gärten war zu vernehmen.
Wie von Zauberhand, strömten dann aber plötzlich aus allen Richtungen Menschen herbei und zehn Minuten später war der Saal voll besetzt mit ca. 200 Zuhörern - man hatte den Eindruck, dass sämtliche Dorfbewohner sich im Konzertsaal eingefunden hatten.

Kompositionen von Würthner, Rubinstein, Waldvogel, Gengler, Probst, Arnold, Joplin, Berlin, Preissler, Mathis, u.a. lösten beim sehr aufmerksamen Publikum begeisterten Applaus aus, das sich erst nach einigen Zugaben zufrieden gab.

Ungarischer Charme aus K- und K-Zeiten blitzte auf, als der im Saal anwesenden Bürgermeister nach Auftrittsende jeder Dame des SHO auf offener Bühne eine rote Rose inkl. Wangenküsschen überreichte.

Den Höhepunkt der Konzertreise fand jedoch am 23. in Piliscsaba statt.
Kinder, Jugendliche, junge und Ältere Menschen kamen und füllten die Bänke einer relativ großen Barockkirche nahezu bis auf den letzten Platz - und dies an einem Montag um 17 Uhr! Auch bedingt durch eine hervorragende Akustik, führte das hoch motivierte Orchester ein über einstündiges Konzert durch, dem das Publikum in geradezu andächtiger Weise folgte.
Als nach dem Konzertprogramm wegen nicht endend wollendem Applaus die Zugabe "Ich bete an die Macht der Liebe" von D.Bortnianskij erklang, konnte man zahlreiche, dankbare Augen erkennen, aus denen Tränen der Ergriffenheit und Rührung flossen.
Allein schon dieses ergreifende Erlebnis stempelte den Aufenthalt in Ungarn eben zu einer ganz besonderen Konzertreise, die allen Orchestermitgliedern und ihren Fans unvergesslich bleiben wird.

Das SHO durfte somit zum wiederholten Mal unter Beweis stellen, dass hochwertige Interpretationen mit der diatonischen Handharmonika problemlos möglich sind.

Quelle: HI 01/2005

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Kontakt: staufen@akkordeonjugend.de