Logo Köngen


„Cockles and Mussels"
in der Zehntscheuer

Willkommen im
DHV-Bezirk
Staufen

Termine
Bezirksblättle
Biete & Suche
Wir über uns
Neues
Sprungbrett
email-dr.gif
Home
zur Landesseite

AO Köngen mit der Sopranistin Larissa Wäspy

Ein besonderes Programm hatte das 1.Akkordeonorchester der Chorgemeinschaft Eintracht-Liederkranz Köngen für sein diesjähriges Matinee-Konzert vorbereitet: Teile des Programms standen ganz im Zeichen irisch und englisch inspirierter Folksongklänge. Mit der Sopranistin Larissa Wäspy war es gelungen, eine herausragende Künstlerin aus einem anderen musikalischen Genre für dieses Konzert zu gewinnen, und damit dem Publikum einmal mehr die Vielseitigkeit und die Möglichkeiten des Akkordeons im Zusammenklang mit anderen Musikern zu präsentieren.

In der ausverkauften Zehntscheuer boten die Akkordeonspieler am Sonntag, 9. Juli, unter der Leitung ihrer Dirigentin Christine Fischer-Fahs, eine Matinee auf anspruchsvollem, musikalischem Niveau.
Gleichzeitig war es auch das Abschiedskonzert von Christine Fischer-Fahs, die sich nach zehnjähriger Dirigententätigkeit unter großem Beifall von ihrem Orchester und dem Köngener Publikum verabschiedete. Der Dank für ihr besonderes Engagement wurde hierbei vor allem unter Hervorhebung der herausragenden Wettbewerbserfolge des Orchesters beim Internationalen Akkordeon Festival in Innsbruck 2001 und 2004 gewürdigt.
Außerdem erhielt Christine Fischer-Fahs im Rahmen dieses Konzerts die Goldene Dirigentennadel des Deutschen Harmonikaverbandes für 20 Jahre Dirigententätigkeit, überreicht durch den Bezirksvorsitzenden Erhard Schwenk.

Doch zunächst eröffnete das Orchester das Programm mit der Polonaise in Es-Dur von Antonin Dvorak. Diese Bearbeitung für Akkordeonorchester mit Schlagwerk bot einen gelungenen feierlichen Auftakt. Mit der English Folk Song Suite folgte das erste Stück der von Volksmusik der Britischen Inseln inspirierten Titel. Der Komponist Ralph Vaughan Williams, einer der führenden englischen Komponisten seiner Zeit, hatte die dreisätzige Suite 1923 ursprünglich für Brass Band herausgegeben. Mittlerweile gehört dieses Stück zum festen Repertoire vieler Blasorchester. Die Bearbeitung von Thomas Bauer macht dieses Werk voll großartiger Melodien mit seiner leidenschaftlichen Kraft und gleichzeitig ungezwungener Leichtigkeit auch für Akkordeonorchester zu einem klanglich sehr reizvollen Werk.

Die Sopranistin Larissa Wäspy hatte zusammen mit dem Akkordeonorchester vier der bekanntesten irischen Volkslieder einstudiert und verzauberte anschließend das Publikum mit ihrer ausdrucksstarken Stimme. Die abwechselnd fröhlichen wie melancholischen Melodien gestaltete sie mit großer stimmlicher Leichtigkeit und schnell merkte man, dass diese junge Solistin eine große Zukunft vor sich hat. Größtes Ziel der 19-jährigen Abiturientin ist es Gesang zu studieren und Opernsängerin zu werden. Seit ihrem 11. Lebensjahr erhält sie bereits Gesangsunterricht und ist bei zahlreichen Auftritten, unter anderem mit der Jungen Oper Stuttgart, zu hören. So begeisterte sie auch bei diesem solistischen Auftritt mit charmanter Professionalität.

Begleitet von kurzen Erläuterungen zu den einzelnen Liedtexten führte die Dirigentin in die teils tragischen, teils heiteren Anekdoten von Johnny Dhu, Molly Malone, Kitty of Coleraine und Danny Boy ein. Nach der tränenreichen Geschichte des Danny Boy, derseine geliebte Mutter verlassen muss um in den Krieg zu ziehen, setzte das Akkordeonorchester mit dem „Reel" aus der Irischen Suite von Matyas Seiber einen heiteren und lebhaften Kontrapunkt. Diese Originalkomposition für Akkordeonorchester bedient sich, in Anlehnung an den irischen Volkstanz „Reel", mit seinem schnellen 4/4 Takt abermals Stilelementen der irischen Folklore, und beeindruckte die Zuhörer nicht zuletzt durch seine technischen Herausforderungen.

Einen mitreißenden Abschluss des Konzerts bot das 1. Akkordeonorchester mit der Konzertsuite „Cats". Neben bekannten Melodien wie „Memory", wobei erneut die Sopranistin Larissa Wäspy als Solistin brillieren konnte, überzeugte dieses Arrangement vor allem durch seine Dichte und gewaltige Ausdrucksstärke das Publikum, das sich mit lang anhaltendem Beifall bedankte. Mit der Zugabe „Eternal Flame" verabschiedeten sich Solistin und Akkordeonorchester von den begeisterten Zuhörern. Dieser Ausflug zu den musikalisch folkloristischen Ursprüngen der Britischen Inseln zeigte erneut die Vielseitigkeit und die Möglichkeiten des Akkordeons auf, nicht zuletzt auch im Zusammenklang mit anderen Musikern. Nach dieser großartigen Orchesterleistung kann man auf weitere Konzerte in diesem Rahmen gespannt sein.

Quelle: HI 03/2006

Zurück zum Archiv
Kontakt: staufen@akkordeonjugend.de