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AO Köngen mit der Flötistin Elisabeth Deinhard

Ein besonderes Programm hatte das 1.Akkordeonorchester des Eintracht-Liederkranzes Köngen zusammen mit der Flötistin Elisabeth Deinhard vorbereitet. Dem Publikum der gut besuchten Zehntscheuer boten die Akkordeonspieler unter der Leitung ihrer Dirigentin Christine Fischer-Fahs eine Matinee auf anspruchsvollem musikalischen Niveau.

Das Orchester eröffnete das Programm mit drei Tänzen aus "Terpsichore" von Michael Prätorius. Diese kurzen, rhythmischen klanglich "mittelalterlich" anmutenden Stücke aus dem Jahr 1612, sind einer umfangreichen Sammlung von französischen Charaktertänzen mit teilweise volkstümlichem Ursprung entnommen.
Die ungewöhnlichen und neue Besetzung mit Akkordeonorchester und Schlagwerk, bei dem einige Spieler sogar selbst zu Tamburin und Schellenring griffen, zeigte einmal mehr, wie treffend sich gerade solche, leider selten gehörte Musik auf dem Akkordeon umsetzen lässt.

Musikgeschichtlich chronologisch schloss sich die Suite in a-moll für Flöte und Orchester von Georg Phillipp Telemann aus der Barockzeit an. Sechs Sätze im französischen Stil, in ursprünglicher Besetzung für Blockflöte und Orchester komponiert, dienten als Transkription für Akkordeonorchester und Querflöte, die klanglich sehr harmonisch zusammenfanden. Dabei trat die Flötistin Elisabeth Deinhard durch ihr virtuoses und ausdrucksstarkes Spiel besonders in den Vordergrund.
Ihr Können stellte sie auch beim folgenden Stück "Syrinx" von Claude Debussy unter Beweis.
Elisabeth Deinhard, Lehrerin an der Musikschule Esslingen und vor allem bekannt durch das "Trio con Brio", mit dem sie im In- und Ausland musikalische Erfolge feierte, zeigte eine gekonnte Interpretation des typischen Repertoirestücks für Flöte. Es erzählt aus mystische Art die Geschichte der "Syrinx = Panflöte" und kann nicht zuletzt aufgrund seiner Kürze als musikalisches Kleinod bezeichnet werden.

Nach diesen fast "spährischen" Klängen aus der Ferne begab sich die Flötistin, wieder an die Seite des Orchesters, und um ein Jahrhundert weiter in die musikalische Gegenwart.

"Oblivion", eines der derzeit wohl meistgespielten Stücke von Astor Piazolla, bekannt u.a. durch seine Tangomusik auf dem Bandoneon, ließ erneut die Querflöte als Soloinstrument mit Orchesterbegleitung brillieren.

Einen fulminanten Abschluss der Matinee bot das 1.Orchester mit der Konzertsuite aus "Porgy und Bess" von George Gershwin. Neben bekannten Melodien wie "Summertime", beeindruckte dieses Arrangement vor allem durch seine Dichte und gewaltige Ausdrucksstärke das Publikum, das sich mit langanhaltendem Beifall bedankte.

Mit der Zugabe "Tango Bolero" verabschiedete sich das Akkordeonorchester von seinen Zuhörern.

Quelle: HI 02/2005

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Kontakt: staufen@akkordeonjugend.de