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Klarinetten statt Vuvuzelas

Hochkonzentriert sitzen sie vor ihren Noten. Und dennoch kommt die Motivation und die Freude am Musizieren deutlich rüber. Es ist der Auftritt der jungen. Beim Kerner Jugendmusikpodium „Jump" stehen die jüngsten Musizierenden der musiktreibenden Vereine nun bereits zum siebten Mal im Mittelpunkt.

Alle Ensembles haben für dieses Konzert richtig viel geübt und brennen darauf, ihr Können zu zeigen. Das lässt sich selbst ein Geburistagskind nicht nehmen. Moritz, der junge Klarinettist der Bläserklasse vom MV Rommelshausen, bekommt dafür die musikalische Widmung „Viel Glück und viel Segen". Ehrensache, dass alle im Saal mitsingen. Die neue Bläserklasse musiziert gerade mal ein Dreivierteljahr miteinander, und genauso lang spielen die Kinder erst auf ihren Instrumenten. Was die Leiterin Sonja Schleiß aus ihren kleinen Musikern herausholt, ist beeindruckend. „Die Motivation ist sehr hoch", sagt die Dirigentin. Zumal jedes Kind auf einem nagelneuen Instrument spielen kann. „Der Gemeinde ist musikalische Bildung etwas wert", freut sich Moderator Jochen Haußmann über die Förderung. Er ist sicher, dass sich das rechnet, denn „Musikunterricht ist die beste Sozialpolitik".
Mindestens drei Stücke hat jedes Ensemble im Programm, eine Zugabe gewährt, wer mehr Stücke bieten kann. Der Grundschulchor der Karl-Mauch-Schule etwa. „Un poquito cantas" singen sie sogar auf Spanisch, und als der karibische Rhythmus ins Publikum überschwappt, da strahlen die Gesichter. „He du, schau mal her", heißt das Solo, das Marie unaufgeregt und mit klarer Stimme vorträgt. Die Zugabe ist eigentlich eine „Vorgabe", erklärt Leiter Hermann Höchstädter. Sie stammt aus dem Robinsonmusical, das an diesem Donnerstag in der Schule aufgeführt wird.

Joe Cocker auf Akkordeon

Radio hören beim Autofahren kann zuweilen unerwartete Konsequenzen haben. Gerhard Külpp fing nämlich dabei die uralte Melodie aus den 60ern der 1910 Fruitgum Company auf und arrangierte gleich ein von Percussion geprägtes Stück für seine Musik-AG der Rumold-Realschule. Das reißt die Zuhörerschaft ebenso von den Sitzen wie das rockige Medley, in dem die guten alten Deep Purple dominieren. „Smoke an the water" - der Refrain ist Sache der Klarinetten und der Querflöten. Der fette Applaus war verdient. „Die können heute Abend gleich am Altstadtfest in Waiblingen weiterspielen", meinte Moderator Jochen Haußmann.
Nicole Vollmer stammt aus Külpps Musik-AG. Sie leitet heute die Stettener HHOSchüler und das Jugendorchester der Berkheimer Akkordeonisten. Weil es da nahelag, beiden Gruppen gemeinsam ein Podium zu bieten, gab es bei diesem Konzert sogar eine Berkheim-Stetten-Premiere. Aufmerksam und konzentriert spielen die Jungen Rock und Techno vom Notenblatt. Sogar Kultiges aus den Siebzigern darf nicht fehlen, auch wenn die Bob-Dylan-Fans längst zur Generation der Eltern und Großeltern gehören. Die dürfen sich bei Interpretation der Jungen in alte Zeiten hineinträumen: „The answer my friend ist blowing in the wind". Einen donnernden Applaus gab es dafür.
Vom Jugendorchester des Musikvereins Stetten gibt es Melodisch-Rhythmisches und auch Rockig-Zünftiges auf die Ohren -und das gleich vierstimmig. Dieter Richter leitet seit einem Jahr die ehemalige Bläserklasse, die sich beim Konzert sogar an Queens-Titel heranwagt: „Another one bites the dust" oder „We will rock you" machen ihrem Publikum Laune.
Joe Cocker auf Akkordeon: ungewöhnlich, aber gut. Alexander Sirjanow hat „Unchain my heart" für sein Jugendorchester des Handharmonika-Orchesters Stetten arrangiert. Und nicht nur dieses Stück - der Dirigent ist bekannt dafür, dass er alles für ein Akkordeon-Orchester umschreiben kann.
Den krönenden Abschluss macht die Jugendkapelle des Musikvereins Rommelshausen. Zwischen 12 und 17 Jahren sind die jungen Leute, die unter der Leitung von Sonja Schleiß das Publikum begeistern. Passenderweise mit „Football's coming home". Allerdings werden bei den Fußballspielen Tubas, Klarinetten, Trompeten und Co. gegen Vuvuzelas eingetauscht.


Die „Jump"-Idee

  • Damit die Jungen nicht nur als „Vor-programm" bei den Konzerten auftreten, veranstalten der Förderverein Karl-Mauch-Schule und das Akkordeon-Orchester Rommelshausen zum siebten Mal das Jugendmusikpodium Jump" in Kernen. Die Idee für ein vereinsübergreifendes Jugendkonzert in diesem großen Stil stammt vom Akkordeonverein Rommelshausen.

  • Ziel des Jugendmusikpodiums Kernen ist es, sämtlichen Jugendorchestern der musizierenden Vereine in Kernen zu ermöglichen, gemeinsam ein Konzert zu geben.

Quelle: WKZ vom 28.06.2010

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Kontakt: staufen@akkordeonjugend.de