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Kinder schnuppern Konzertluft

Raus aus dem Vorprogramm von Vereinskonzerten und rein ins Bühnenleben: Beim sechsten schul- und ortsteilübergreifenden Jugendmusikpodium (Jump) stand wieder der musizierende Nachwuchs im Mittelpunkt.

Jugendmusikpodium in Kernen

Jugendmusikpodium in Kernen
Tolle Leistungen zeigten die Kinder beim Jugendsmusikpodium.

Jene Instrumenten-Neulinge aus Kernen, die im stillen Kämmerlein unermüdlich Tonleitern üben und teilweise in Jugendkapellen oder in der Jugendmusikschule an das Zusammenspiel mit anderen herangeführt werden. Damit das Gelernte nicht ungehört versickert, sorgt Jump für zusätzliche Motivation und eine Auftrittsmöglichkeit außer der Reihe: Hier schnuppern die Kinder bereits früh Konzertluft.
In knallgelben T-Shirts präsentieren sich die ersten beiden Ensembles: Gelb wie die Mai-Wiesen draußen stehen sie vor dem Publikum in der Rumold-Realschule: Kinder, die erst seit wenigen Monaten ein Instrument lernen, musizieren mit jenen, die kurz vor der Aufnahme ins Hauptorchester ihres Musikvereins stehen. Letztlich profitiert jeder von der Erfahrung - auch das Publikum, das von Jochen Haußmann und Felix Brüggemann mit locker aus der Hüfte herausmoderierten Späßen und Kommentaren unterhalten wird.

Gespannte Stille, in der jeder Atemzug zu hören ist

Die Aula der Rumold-Realschule ist fast voll mit Zuhörern, die „mal schauen wollen, was sie vorbringen", wie ein Vater sagt. Derweil der Sohnemann auf der Bühne erlebt, was alles zu einem Auftritt gehört: eine möglichst zügige Aufstellung auf dem Podium. Ein „Pssst"-Laut, mit dem der Dirigent das Lautstärkepegel im noch etwas unruhigen Saal dimmt. Die gespannte Stille, in der jeder Atemzug zu hören ist, und der erste gemeinsame Einsatz auf ein Dirigentenzeichen hin.

Bis zum wohlverdienten Verbeuger und dem über sie hinwegfegenden begeisterten Schlussapplaus spielen die Jungmusiker allerlei bekanntes Liedgut, darunter auch aktuelle Hitparadenstürmer wie „Human" von den „Killers" oder der Radio-Ohrwurm „Bleeding love" von Leona Levis. Die Ensembles haben einen Radius quer über die Kontinente und durch alle Genres hindurch gespannt. Die „Music-Kids" unter Leitung von Gerhard Külpp haben Trommeln und alles, womit sich sonst noch Rhythmus erzeugen lässt, dabei. Kongas, Djambees, Rasseln und Schlagzeug sind in „Kpanlogo", einem traditionellen Lied aus Westafrika, so mitreißend gut in Bewegung, dass die ersten Füße im Publikum mitwippen. Als Nächstes gehört die Bühne dem Swing, dem Boogie, Rock und Pop und verträumten Folksongs. Die Kinder zeigen eine beachtliche Leistung. Der Bass habe zwar gefehlt, erwähnt Leiter Gerhard Külpp, doch der Applaus zeigt, dass die Musik trotzdem ankam und geerdet hat.
Bis zu vier Lieder spielt jedes Ensemble am Stück, die meisten spielen auswendig, nur ab und zu wird ins Notenblatt gespickelt. 17 „Music Kids" lernen von der Pieke auf das Instrumenten-ABC, von Anfang an begleitet und angeleitet von Aktiven aus Vereinen und Orchestern.
So auch das Vororchester des Musikvereins Rommelshausen unter Leitung von Sonja Schleiß: Es deckt alle Ausbildungsstufen ab und gibt den Jungen, die von unten nachrücken, ein musikalisches Sprungbrett, auf dem schon Sprünge zu Perlen der Beatles möglich sind: „I want to hold your hand" und „Yellow Submarine" grooven schon mächtig, und lange wird es auch nicht mehr dauern, bis der Klassiker „Born to be wild" das originale Steppenwolf-Feeling ausdrückt.
Das Junge Ensemble des Akkordeon-Orchesters (Leitung: Nicole Vollmer) existiert seit Januar in wechselnden Besetzungen. Julia Bauer und Inna Wuckert, ein Schüler/Lehrer-Gespann, spielen im Duett harmonisch schwingende französische Musettemelodien, in denen die zartmelancholischen Anklänge auffallen, und zeigen so das Spektrum des vielfältigen Instruments. „This is the life" von Amy Macdonald, das wie geschaffen für die Folkstimmen des Akkordeons ist, trägt der ein oder andere Zuhörer noch in der Pause am Stand, wo der Elternbeirat Brezeln und Getränke verkauft, auf den pfeifenden Lippen.

Weitere Mitwirkende

Das Jugendorchester des Musikvereins Stetten unter der Leitung von Dieter Richter und das Jugendorchester des Handharmonika-Orchesters Stetten unter der Leitung von Alexander Sirjanow.


Ziel der Veranstaltung:

Sämtliche Jugendorchester der Musiktreibenden Vereine Kernen sollen die Möglichkeit bekommen ein gemeinsames Konzert zu geben.

Auslöser der Veranstaltung:

Die Idee für ein vereinsübergreifendes Jugendkonzert in diesem großen Stil stammt vom Akkordeonverein Rommelshausen.

Quelle: WKZ vom 18.05.2009

Kontakt: staufen@akkordeonjugend.de