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Seit zehn Jahren gibt`s den Musikgarten des HO Endersbach

Musikgarten des HO Endersbach
Musik und Spiele schon mit den Kleinen: Der Musikgarten des HO Endersbach

Die CD statt des Schlafliedes, die Cassette statt Hoppe hoppe Reiter: Selber singen ist gar nicht mehr so selbstverständlich in Zeiten, in denen sich viele Mütter und Väter für völlig unmusikalisch halten oder keine Liedtexte mehr kennen. Vor zehn Jahren hat Angela Hausenbiegl vom Handharmonika-Orchester deshalb den „Musikgarten" ins Leben gerufen. Nun wird Jubiläum gefeiert.

„Wir wollen alle singen", schallt es fröhlich aus dem Vereinsheim neben der Jahnhalle. Dort singen und summen die eineinhalb bis dreijährigen Musikgartenkinder gerade ihr Begrüßungslied. Dieses ist Woche für Woche dasselbe und wirkt sozusagen identitätsstiftend auf die Sänger. Danach gibt's das Echospiel. Dabei wird geklopft, geklatscht und getrommelt - immer im Takt, den die Lehrerin vorgibt: Das schult das Gefühl für Rhythmik.

„Jedes Kind ist musikalisch", ist Angela Hausenbiegl überzeugt. „Aber man muss den Kindern was anbieten, dass sie diese Musikalität auch anwenden." Die Mutter zweier Kinder ist ausgebildete Grund- und Hauptschullehrerin für Musik und Mathe, Akkordeonlehrerin und Dirigentin. Bei einem Fortbildungsseminar in Trossingen hatte sie das Konzept des Musikgartens kennen gelernt und 1996 im HarmonikaOrchester Endersbach den Musikgarten gegründet. Mittlerweile sind aus den beiden ersten ganze 14 Gruppen geworden. Das bedeutet: Rund 140 Kinder zwischen sechs Monaten und sechs Jahren treffen sich einmal in der Woche, um miteinander zu singen, zu spielen und zu tanzen. Schon für die „Gruppe Null" des Musikgartens, in der Kinder von sechs bis 18 Monaten zusammen mit ihren Müttern singen, Wiegenlieder summen, Finger- und Kniereiterspiele machen, gibt es eine Warteliste. Neben Liedern lernen die Kinder aber auch, genau auf die Stille zu lauschen: „Man hört leisen Geräuschen zu wie Wassertropfen oder dem Rhythmus eines Werkzeugs", erklärt die Lehrerin. „Das schult das Gehör."

Rhythmus, Freude an der Musik und Spaß in der Gruppe soll der Musikgarten bringen - und nebenher dem Harmonika-Orchester den Nachwuchs sichern. Beide Ziele, das belegen die Zahlen, sind aufgegangen. „Wir haben einen Zulauf wie noch nie", sagt Angela Hausenbiegl. Nach der Musikgartenzeit bleiben dem Verein viele Kinder erhalten, lernen erst Melodika und später Akkordeon. Zehn Jahre Musikgarten: Das ist eine zehnjährige Erfolgsgeschichte. Nachlassen in seinem Bemühen, die Kinder an die Musik heranzuführen und neue Mitglieder zu gewinnen, will der HOE noch lange nicht. „Man muss dranbleiben", ist Angela Hausenbiegl überzeugt. "Wenn man stehen bleibt, geht man rückwärts."

> Weitere Infos gibt`s hier: A.Hausenbiegl, Tel.07151/68786

Quelle: WKZ, 10.10.2006

Kontakt: staufen@akkordeonjugend.de