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HHC Fellbach

Das Akkordeon zeigt sich Pop- und Klassik-tauglich

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Bunt war das Programm des HHC am 25.11.2000 im Hölderlinsaal der Schwabenlandhalle gestaltet: Von Solo und Kammermusik bis hin zur großen Orchesterbesetzung reichten die Formationen. Keine Stilepoche wurde ausgelassen; von der barocken Bach-Partita bis zu Michael Jackson, von der romantischen Programmmusik bis zum Ragtime reichte die Spannweite.

Das Jugendorchester begann mit der Rocksuite in fünf Sätzen "Open-Air" von Hans-Günther Kölz. Ob mit Blues, ob melancholisch und träumerisch, den Schwung und den Pep verloren die jungen Musikanten nie.
Der "Earthsong" von Michael Jackson ist ein Welthit. Interpretiert vom Jugendorchester des HHC hat ihn sicher noch keiner im Publikum gehört. Aber sehr lebendig und frisch kam er daher - der "King of Pop" wäre zufrieden gewesen. Mit einem dicken Applaus verabschiedete das Publikum den Akkordeon-Nachwuchs.
Danach wurden die Formationen kleiner: Die Sonate Nr.7 in F-Dur von Joseph Haydn wurde als Duo aus Geige und Akkordeon zu Gehör gebracht. Die beiden herausragenden Solistinnen Veronica Novara (Geige) und Ina Henning (Akkordeon) präsentierten vor allem im zweiten Satz ein breites Spektrum an Dynamik und begeisterten mit ihrem Gefühl für Artikulation.
Samtig, beinahe bratschenähnlich gab sich die Geige zu Beginn des Andante. Das Akkordeon spielte seine Akkordbrechungen federnd leicht, einer Flöte ähnlich, so dass sich die Handharmonika als Klassik-tauglich entpuppte,obwohl man die transparente Leichtigkeit nicht unbedingt von diesem Instrument erwartet hätte. Doch trotz der Sensibilität, die das Zusammenspiel der beiden Musikerinnen ausmachte, drohte das Akkordeon hin und wieder die zarter besaitete Geige zu übertönen.
Ina Henning stellte noch alleine ihr Können unter Beweis. Mit der Ouvertüre aus der Partita in D von J.S.Bach meisterte sie ein anspruchsvolles Stück mit Bravour.
Das Orchester eröffnete sein Programm mit dem "Florentinischen Konzert" von Gerhard Mohr. Im Fugato-Teil kam einmal mehr die Vielseitigkeit der klanglichen Möglichkeiten des Akkordeons zur Geltung: Hier erinnert es an ein Horn, dort an eine Klarinette. Und an leisen Stellen konnte der Dirigent Erwin Schuster seinen Musikern und ihren Instrumenten sogar streicherähnliche Klangteppiche entlocken.
Mit der Peer-Gynt-Suite von Grieg hat sich das Orchester ein Werk ausgesucht, das hohe Ansprüche stellt. Das berühmte Flötenthema der "Morgenstimmung" zeigte wie schon die Haydn-Sonate: Ein Akkordeon kann transparent wie eine Flöte klingen. Besonders der zweite Satz "Ases Tod" weckte die vollen musikalischen Möglichkeiten des Orchesters bei sehr differenzierter Dynamik. "Anitras Tanz" dagegen hätte etwas frecher artikuliert sein können. der walzende Rhythmus weniger betont.
Ganze drei Stunden hielt der HHC sein Publikum in Atem und hatte auch noch eine Ehrung eingeschoben.
Mehrere aktive Mitglieder feierten ein Jubiläum im HHC mit 40 oder sogar 50 Jahren Mitgliedschaft. Treue und Engagement würdigte der Verein mit Urkunden und Anstecknadeln.
Zum Schluss war noch Zeit für Geselligkeit und Tanz im Hölderlinsaal.

1.HHC Fellbach
HHC spielte Stücke von Klassik bis Pop - bisweilen in ungewöhnlichen Klangfarben dargeboten.

Quelle: Fellbacher Zeitung vom 27.11.2000

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Kontakt: staufen@akkordeonjugend.de