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2.Esslinger Akkordeontage 2007

Ganz Esslingen war wieder von den Klängen des Akkordeons erfüllt, bei Konzerten mit internationalen und heimischen Künstlern konnte man vom 14. bis 27.Oktober die Vielfalt des Instrumentes erleben.

Felix Muntwilers Messe für Chor und Akkordeon feierte Uraufführung

Präzise und gekonnt steuert Felix Muntwiler die Balance zwischen seinem Münsterchor und dem Akkordeonensemble Baltmannsweiler, das durch seine Profiqualitäten beeindruckt.
Mit dem Akkordeon verbinden viele fröhliche Bierseligkeit und Seemannsliederromantik. Dass dieses Instrument jedoch über ein wesentlich breiteres Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten verfügt, erlebte Münsterorganist Felix Muntwiler vor zwei Jahren: Bei den ersten Esslinger Akkordeontagen hörte er das Akkordeonensemble Baltmannsweiler. "Ich war vom ausgefeilten Klang dieser Formation völlig fasziniert." Diese Begegnung motivierte den Esslinger Kirchenmusiker, eine Messe für Chor und Akkordeonensemble zu schreiben. Die Uraufführung fand jetzt im Rahmen der zweiten Esslinger Akkordeontage während einer Eucharistiefeier im Münster St. Paul statt.
Für das Festival stellte das Kulturzentrum Dieselstraße ein hochkarätiges Programm zusammen. Neben dem Akkordeonvirtuosen Richardo Galliano gastieren weitere Größen der Tastenszene sowie bekannte Ensembles, die vom Akkordeonklang bestimmt sind. Einen wesentlichen Beitrag zu diesem Event steuerte Muntwilers "Missa 20/07" bei. "Es ist mein Ziel, den Messtext immer neu und anders musikalisch umzusetzen", beschreibt Muntwiler seine Intention. So kleidete er auch sein neuestes Opus, übrigens seine achte Messvertonung, in ein völlig neues, recht unkonventionelles Gewand. Muntwiler orientierte sich dabei nicht an Vorbildern, sondern suchte seinen eigenen Weg, wobei er sich im Spannungsfeld zwischen tonaler Gebundenheit und freitonaler Satzkunst bewegte.
Als Pluspunkt der Aufführung erwies sich, dass mit dem von Michael Nille geleiteten Akkordeonensemble Baltmannsweiler eine Amateurformation mit Profiqualitäten für den orchestralen Part sorgte. Muntwiler steuerte die Balance zwischen seinem Münsterchor und den Instrumenten so gekonnt aus, dass die Choristen nie überdeckt wurden und die Klangfarben der Akkordeons doch stets präsent waren.
Das Kyrie brachte eindrucksvolle Tonschichtungen, clusterartige Klänge und den Schlusspunkt auf einem strahlendem reinen Dur-Akkord. Dem gegenüber war das Gloria geprägt von blockhaften Einwürfen, filigranen instrumentalen Zwischenspielen und emotionalen Ausbrüchen, bei denen Muntwiler auch sich gewaltig reibende Dissonanzen nicht scheute. Ruhiger ging es dann im Sanctus zu. Hier kontrastierten die punktuellen Aktionen der Instrumente mit aufsteigenden Skalen und Klangflächen des Chores, aus denen sich eine außerordentlich dichte Atmosphäre entwickelte. Mit einem in deklamatorischem Duktus ruhig dahinschreitenden Agnus Dei, ergänzt durch ostinale Tonaktionen und verwobene Melodiestränge, fand die Missa 20/07 zum versöhnlichen Schluss.
Der Chor bewegte sich nicht immer auf der Idealspur der Intonation, meisterte jedoch die Klippen von Muntwilers anspruchsvoller Partitur sehr achtbar. In bester Abstimmung mit dem famosen Akkordeonensemble Baltmannsweiler sorgten die Sängerinnen und Sänger für ein nicht alltägliches Erlebnis.

Auch dem Jugendensemble des AOB war es möglich an diesem einzigartigen Festival aktiv mitzuwirken

Am 20.10.2007 hatten sie die Möglichkeit ihre eigenen musikalischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Die Akkordeonklasse der Musikschule Esslingen unter Leitung von Ulrich Schlumberger lud im Rahmen der Akkordeontage zum Matineekonzert in den Melanchthonsaal der Musikschule ein. Als Gäste der Musikschule angekündigt, durfte das Jugendensemble des AOB einen Teil dieser Matinee musikalisch bereichern. Nach diversen Solovorträgen und Stücken der Accordionatos, einem Ensemble aus Akkordeonschülern und Gastspielern verschiedener Instrumentenklassen z.B. Querflöte, Gitarre..., waren sie an der Reihe. Mit zwei mittelalterlichen Tänzen von Michael Praetorius, der Micro-Suite Nr. 3 von Wolfgang Russ-Plötz und dem abschießenden Melodia en la menor von Astor Piazzolla war ein abwechslungsreiches und rundes Programm geboten, das das Publikum sichtlich begeisterte.

Quelle: Homepage AO Baltmannsweiler

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Kontakt: staufen@akkordeonjugend.de