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Einen konzertanten Ohrenschmauß hat der ASR am Sonntag den 17.11.2002 im ev. Gemeindehaus Kelter serviert. Drei Ensembles boten den Besuchern dieser Matinee einen musikalischen Hörgenuss.

ASR Remshalden
Matinee des ASR: drei Ensembles präsentierten ausgezeichnete Interpretationen anspruchsvoller Musik

Morgenkonzert mit dem Akkordeon-Spielring Remshalden-Geradstetten


Längst hat sich das Akkordeon von seinem Fischerstuben-Image befreit: Die alte "Quetschkommode" hat sich zu einem vollwertigen Konzertinstrument gemausert, das durch seine enorme stilistische Vielfalt besticht. Offensichtlich hat sich das auch in Remshalden herumgesprochen. Über 100 Zuhörer strömten am Sonntagmorgen zur Matinee des ASR in das ev. Gemeindehaus Kelter in Geradstetten - eine Resonanz, mit der die Veranstalter selbst nicht gerechnet hatten.
Rasch mussten noch zusätzliche Stühle in den eng gewordenen Saal getragen werden.
Die Erwartungen des Publikums wurden an diesem Morgen durch die Darbietungen des Schülerorchesters, des Doppelquartetts und des Orchesters zweifellos übertroffen. Allen drei Ensembles gelangen ausgezeichnete Interpretationen anspruchsvoller Musikliteratur. Dabei standen nicht nur bekannte Melodien, wie etwa die "Ballsirenen" aus Franz Lehars berühmter Operette "Die lustige Witwe" auf dem Programm, sondern auch moderne Werke, wie die "Roccata" von H.G Kölz.
Schon der Nachwuchs des ASR setzte bei der sonntäglichen Matinee Zeichen. Das junge Ensemble feierte eine kleine Premiere. Erstmals durften die Jugendlichen unter der Leitung von Silvia Lederer bei dem alljährlich stattfindenden Morgenkonzert mitwirken. Zwei große Werke von Alfons Holzschuh meisterten die Jungs und Mädels bravourös: Mit akzentreichem Spiel zeichneten sie in der "Feierabendouvertüre" ein buntes Klangbild. Die Mischung aus verhaltener Melodie, beschwingter Polka und fröhlichem Walzer versetzte die Zuhörer in eine heitere Stimmung. Auch bei den hübschen, vielstimmigen Weisen des Stückes "Ständchen im Park" ließ das Schülerorchester keinen Zweifel an seinem Können.
Im Mittelpunkt standen die Interpretationen gehobener Werke, die das Doppelquartett unter der Leitung von Jörg Lederer präsentierte. Höhepunkt dieses Konzertes war zweifellos die bei Akkordeonorchestern beliebte "Roccata" von H.G.Kölz. Erst im vergangenen Jahr sei dieses Werk bei einem Wertungsspiel von den meisten teilnehmenden Orchestern vorgetragen worden, ließ der Dirigent wissen. Das Doppelquartett des Spielkreises widmete sich diesem charaktervollen Stück. Pulsierender Staccato im Hintergrund und akzentuiertes Wechselspiel zwischen Orchester und Solisten prägen diese Komposition, die von den acht Musikerinnen und Musikern souverän gemeistert wurde.
Auch die abwechslungsreichen "Variazioni in blue" von Helmut Quakernack sowie die Melodie des "Espana Walzers" begeisterten. Vor allem bei der Interpretation der modernen und rhythmischen Quackernack-Komposition bestach das Ensemble mit seinem flinken Fingerspiel.
Das Orchester eröffnete seinen Part mit einer Fantasie von Rudolf Würthner mit dem Titel "Parlez-moi d`amour". Schnelle Rhythmen und langsamere, getragene Weisen standen in diesem Stück in heiterem Zwiegespräch, steigerten sich in kraftvoller Intensität, verharrten sekundenlang in effektvollen Pausen, um schließlich in einem überraschenden Schlusstakt zu enden. Das Orchester überzeugte in diesem Werk durch perfektes Zusammenspiel. Energisch forderten die Zuhörer nach diesem musikalischen Meisterstücken eine Zugabe.

Quelle: WKZ vom 20.11.2002
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Kontakt: staufen@akkordeonjugend.de