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Der Akkordeonjugend fetzige Töne

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Frühjahrskonzert 2006 beím AO Rommelshausen
Die Jugend im Akkordeon-Orchester machte beim Frühjahrskonzert den Eisbrecher - und brach die Herzen der Zuhörer.

Von Nachwuchsmangel ist beim AO Rommelshausen nichts mehr zu spüren. So zeigten sich die Kids unter der Leitung von Nicole Metzger beim Frühjahrskonzert in der Aula der Rumold-Realschule in Hochform. Sogar die ganz Jungen gingen mit an den Start.
Zum ersten Mal dabei war die siebenjährige Judith. Anfangs spielte sie Melodika, jetzt ist das Akkordeon ihr Instrument. "Nö, ich bin gar net aufgeregt", zeigte sie sich vor ihrem großen Auftritt mit den "Harmonikus-Kids", dem Orchester für Kinder und Jugendliche, gelassen. Doch nicht alle schienen so seelenruhig: Im Vorbereitungsraum wuselte es kurz vor Beginn noch gewaltig: "Wo sind den meine Noten?"
Die Konzerterfahrenen wie Lena mit 13 Jahren blieben allerdings ganz locker. Wer wie sie seit drei Jahren bei den "Harmonikus-Kids" spielt, weiß wo der Hase läuft. " Ich habe die Nicole schon vorher gekannt", berichtete sie über den Beginn ihrer "Musikkarriere", "sie hat gefragt, ob ich nicht mal mitspielen möchte." Lena stieg mit ein und blieb dabei. "Es macht echt Spaß!"
Klar, denn Dirigentin Metzger hatte für den Nachwuchs fetzige Lieder ausgesucht und selbst arrangiert, weil es ja "denne Jonge Spaß mache soll". Los ging es am Abend mit "Fresh Air" und "Urlaub in der Karibik" von Hans-Günther Kölz. Elegant schwang Nicole auch zu "Life is Life" und "Big Big World" den Arm, um der musizierenden Jugend den Takt anzugeben. "Solla mer no ois spiela?", fragte sie nach den Beifallstürmen aus dem Publikum. Da sagten die Gäste nicht nein. Die 30 Kinder und Jugendlichen ließen Vader Abrahams "Schlumpfenlied" ertönen.
So viele junge Akkordeonisten gab es aber nicht immer. Vor etwa 5 Jahren herrschte bei den Rommelshausener Harmonika-Spielern noch Nachwuchsmangel. Doch laut dem Vorsitzenden, Jochen Haußmann, hat sich in letzter Zeit einiges getan. So bekamen an diesem Abend die Schüler Philipp Sonder, Carina Knauß und Stefan Schmid als kleinen Anreiz für weitere musikalische Tätigkeiten nach fünfjähriger Mitgliedschaft eine Urkunde und einen Kinogutschein überreicht. Außerdem hat sich das Angebot für die Jugendlichen verbessert. Vor zwei Jahren gründete das Orchester das Jugend-Ensemble für ältere Schüler nach den Harmonikus-Kids. Auch sie spielten am Abend unter Leitung von Nicole Metzger. Stolz präsentierten sie ihre neuen Instrumente, die erst wenige Tage zuvor aus Italien eingetroffen waren. Sonderanfertigungen, wie die 16-jährige Jasmin und die 14-jährige Julia verrieten, deshalb auch nicht ganz preiswert. "Wir haben noch was von unserem Konfirmationsgeld draufgelegt." Nicht selbstverständlich, dass die Jugendlichen so engagiert sind. Doch bei den Mädels liegt es in der Familie, denn auch die Mamas spielen im Orchester. Dieses wollte auf die Talente des jungen Ensembles nicht verzichten, so gaben die Allrounderinnen auch dort ihr Bestes. Aber vor dem Auftritt des Ensembles hatten sie am meisten Bammel: "Wir sind so wenige, da hört man jeden falschen Ton."
Die Angst war unbegründet: Den "Kanon in D-Dur", eine Harmoniefolge, auf die sogar der Amerikaner Coolio rappte, meisterten die vier Mädchen, begleitet von Schlagzeug, Bass und Keyboard, genauso gut wie die Lieder "Cherish" und "Love is all around".
Mit den Worten "Höchster Akkordeonkunst-Genuss" pries Jochen Haußmann das Duo Simone Hurlebaus und Alice Lütte an. Damit versprach er nicht zu viel: Die beiden Damen begeisterten das Publikum mit ihrem spielerischen Können. Die Hobby-Musikerinnen der "Spielgruppe" zeigten unter der Leitung von Inna Wuckert ebenfalls, was sie drauf hatten, bevor sie den Taktstock nach der Pause an Walter Krebs, Dirigent des 1.Orchesters weiterreichten. Dieser bot zusammen mit Steffi Hoffmann sogar gesangliche Künste: "Only you" von Vincent Martin. Die Zugabe "Yesterday" von den Beatles sorgte sogar für leises Mitsummen im Publikum.
Zuschauerin Lina Mohlschieß ist seit dem ersten Konzert der Rommelshausener Harmonisten im Publikum mit von der Partie und weiß somit, von was sie spricht: "Sehr guad hat mrs heit gfalla. Au die Stücke von denne Jonge. Des isch amol ebbes anders."

Quelle: WKZ vom 29.03.2006
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Kontakt: staufen@akkordeonjugend.de