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Ein wirklich großer Unterhaltungsabend des Akkordeon-Orchesters in der Gemeindehalle


Die Bedingungen für einen "Großen Unterhaltungsabend" sind in Hohenacker ideal: Das Akkordeon-Orchester wurzelt fest in der Gemeinde und findet jedesmal viele freiwillige Helfer, die die Gemeindehalle schmücken, Bewirtung und Beschickung übernehmen. Zudem wird der aus einer örtlichen Musikschule gewachsene Verein, der Tradition nutzen und mit seinen Schülern eine Option auf die Zukunft geltend machen kann, von einem Mann musikalisch geleitet, den die ganze Welt als Harmonika-Experten kennt: Hans-Günther Kölz, Komponist, Dirigent, Musiker und Musiklehrer in einer Person.
Bei nahezu jedem Konzert des Akkordeon-Orchesters stellt er eine brandneue Komposition vor, viele davon schaffen es in die Musiklehrbücher der Welt oder werden von internationalen Harmonika-Ensembles gespielt. Erst kürzlich gewann Kölz einen Komponisten-Wettbewerb des MDR und wird dort demnächst mit dem Stück auf Sendung sein.
Auch die etwa 500 Zuschauer in Hohenacker bekamen etwas Neues zu hören, nämlich "There will Be a time", ein anlässlich des 11.9.2001 entstandenes Stück, das besänftigend und friedlich klingt, anders als manch andere Kölz- Komposition. Oft fordern seine Akkordeon-Attacken größte Aufmerksamkeit, oft erweitern sie konsequent die klanglichen Möglichkeiten des Instruments, etwa in der mittlerweile schon berühmten "Techno Time", die das Schülerorchester unter seine Leitung mit ständig sich wiederholenden und somit rhythmisch rigiden Minimal-Motiven sehr präzise spielte. Immer nämlich erfordern die Kölz-Werke ein besonderes Maß an Präzision und Spielkultur. Und die haben er und sein Bruder Jürgen den Orchestern des Vereins längt anerzogen, etwa mit Präzisions-Proben zum Midi-Keyboard, das ein exaktes "Timing" gewährleistet.
So hatten es die Zuhörer von Beginn an leicht, den Ausfall der Heizung in der Halle wegzustecken - viele zogen sich ihre Mäntel wieder an, um bei herzerwärmender Musik über die Raumtemperaturen hinwegzusehen. Das lyrische, abwechslungsreiche Kölz-Stücke "Galaxy" zum Einstieg, danach eine putzige Kiddy-Band der ganz Jungen. Dann das straff spielende Schülerorchester, das sich für bewusst einfach gehaltene Pop-Themen entschied, diese aber mit größter und ansteckender Spielfreude realisierte, bis das Publikum ganz zwanglos mitklatschte. Schließlich das ebenfalls präzise und pointierte II.Orchester sowie das Freizeitorchester (Leitung bei beiden: Jürgen Kölz), das mit Hits der 70er überzeugte, bevor wieder das I.Orchester übernahm mit "Hello Dolly" oder einem Stevie-Wonder-Medley - und dann natürlich glänzte bei einer Kölz-Premiere "There will be a time". Diese Orchester swingt, was sich von anderen Musikvereinen nicht immer sagen lässt.
Aber seinem "Großen Unterhaltungsabenden" fehlte etwas, würde nicht das Ex-Mitglied Michaela Buchholz souverän moderieren - und würde nicht profilierte Gäste das Programm aufwerten. Wegen der Kölz-Kontakte kommens stets die Virtuosen der Harmonika-Szene nach Hohenacker, diesmal waren es "Five for Harmonica", fünf blutjunge Mundharmonika-Weltmeister aus Trossingen - sie gewannen den Championstitel jüngst beim "World Harmonica Festival".

Quelle: WKZ vom 20.11.2001
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Kontakt: staufen@akkordeonjugend.de