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Großer Unterhaltungsabend mit dem AO Hohenacker

Wenn das Akkordeon-Orchester Hohenacker einen "Großen Unterhaltungsabend" verspricht, meint es dies wörtlich, und nichts weniger als musikalisches Amüsement auf hohem Niveau ist dann zu erwarten. Eine voll besetzte Gemeindehalle bewies jetzt, dass sich dies rumgesprochen hat und Hohenacker auch 2000 seinen Ruf als Akkordeon-Hochburg halten kann.
Heuer scheint alles sogar noch größer zu unterhalten, als es bei dem Verein, dem der "Akkordeon-Guru" Hans-Günther Kölz und sein Bruder Jürgen ihren Stempel aufdrücken, ohnehin üblich ist. Die "intergalaktisch" geschmückte Halle (Sternenmotive, Silberkuppeln, Weltraum-Flair) deutet aber nicht an, dass die Zukunft des Akkordeon-Orchesters in den Sternen steht, sondern dass sich ihm grenzenlose Möglichkeiten bieten.
Vorsitzender Thomas Horn sieht dies in seiner Begrüßung auch so: Das Jahr 2000 sei besonders erfolgreich verlaufen, vor allem die im Frühjahr erschienene CD "Inside View" habe dem Verein weitere Türen geöffnet, und sich 600-mal verkauft - für ein Amateurensemble eine stolze Zahl.
So dürfte niemanden überraschen, der jetzt die Orchester des Vereins, darunter auch ein Schülerorchester sowie die KIDDY-Band, erneut mit geradezu grandioser Spielkultur erleben durfte. Hier wird dem Akkordeon jeder Geruch des Biederen und Rückständigen genommen, hier klingt nichts verkrampft und verdruckst, sondern alles souverän und selbstverständlich, eben unterhaltsam, was auch für die charmante Moderation (Michaela Buchholz) gilt.
Alle Orchester scheine großen Wert auf gute Schlagzeuger zu legen, selbst die Kiddies haben einen sicheren Mini-Rhythmiker als Rückrat. Auch das Freizeitorchester und das II.Orchester (Solistin: Saskia Wiesenmaier, Klavier), beide geleitet von Jürgen Kölz, glänzen mit straffem Spiel, das kein Experiment scheut, etwa das kuriose "Dream House", komponiert von Hans-Günther Kölz, "ein Stück Ethno-Techno", wie der sagt: sich ständig wiederholende und so einfach wie einfallsreich arrangierte Floskeln derart präzise gespielt, dass sich eine Art rhytmischer Trance einstellt, ähnlich wie im gleichnamigen Techno-Stil.
Und dann das 1.Orchester, geleitet vom Meister selbst. Es wirkt womöglich sogar noch sicherer. Und es experimentiert ebenfalls. In eine Kölz-Bearbeitung von Motiven aus Vivaldis "Jahreszeiten"-Suite gesellt sich die Mundharmonika-Vizeweltmeisterin Kathrin Gass zum Ensemble, eine Virtuosin der Trossinger Harmonika-Akademie, um wie selbstverständlich Violin-Parts auf dem als "Lippenhobel" geschmähten Instrument nachzuspielen. Auch das Harmonika-Geschwader hinter ihr klingt nicht so, als hätte es Probleme mit der Klassik. Die Reaktion des Publikums: begeisterter Jubel.
Es spricht für das Akkordeon-Orchester, dass es sich erlauben kann, die fünf A-capella-Könner von Nice Noise als weitere Gäste einzuladen. Bei den jungen Sängern und Sängerinnen ist eine Ruhe erforderlich, wie sie sonst bei Unterhaltungsabenden in Gemeindehallen nicht immer erwartet werden kann. Die Stimm-Stafetten der Tuttlinger provozieren Fingerschnippen, nicht Händeklatschen. Doch das Hohenackerner Publikum ist offenbar gut vorbereitet, verlangt ihm doch sein Akkordeon-Orchester trotz aller Unterhaltungskunst eine Aufmerksamkeit ab, die über das übliche Musikverein-Maß hinausreicht.

Quelle: WKZ vom 20.11.2000
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Kontakt: staufen@akkordeonjugend.de