Gelungene Kombination von Piano und Akkordeon


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Am Samstag,16.11.2002 veranstaltete das Akkordeonorchester im Gesang - und Musikverein Böbingen e. V. sein traditionelles Herbstkonzert in der Römerhalle in Böbingen. Auch schon traditionell ist, dass das Orchester beweist, dass man mit dem Akkordeon auch mit anderen Musikinstrumenten harmonisch musizieren kann. So konnte für das diesjährige Konzert die nicht nur im Ostalbkreis bekannte junge Pianistin Mona Rössler gewonnen werden, die bereits bei zahlreichen Bundeswettbewerben 1. Preise gewonnen hat.

Nach der Begrüßung der zahlreich erschienenen Gäste durch den 1. Vorsitzenden des Hauptvereins, Manfred Gold, eröffnete der Freizeitspielkreis der Akkordeonabteilung unter der Leitung seines Dirigenten Harald Brucker einen abwechslungsreichen Konzertabend mit der selten gespielten "Ouvertüre Regina" von Gioacchino Rossini, die von zwei Akkordeonpionieren, Curt Herold und Rudolf Würthner, für Akkordeonorchester arrangiert wurde. Gekonnt und ausdrucksvoll wurden hierbei der melodiöse Anfangs- und Zwischenteil, rhythmisch ausgeprägt die schnellen Allegroteile vorgetragen.

Nach der Begrüßung durch Bruno Zeman, der auch dieses Jahr wieder souverän mit launigen Worten gekonnt durch das Programm führte und dabei die einzelnen Musikstücke erläuterte, setze der Spielkreis das Konzertprogramm mit der mit einem Oskar ausgezeichneten Musik zu dem gleichlautenden Film "Chariot of Fire" von Vangelis fort. Schwungvoll beendete der Freizeitspielkreis seinen gekonnten Auftritt mit dem nicht zuletzt durch Andre Rieu bekannt gewordenen "Walzer Nr. 2" von Dimitri Schostakowitsch.

Darauf folgte der Auftritt der Jüngsten der Abteilung, dem Kiddy - Orchester. Bemerkenswert wie die doch überwiegend recht jungen Spieler ausdrucksvoll, mit viel Freude und recht sicher die drei Sätze aus den Akkordeonzwergen von Alexander Jekic unter der Leitung ihrer noch jungen Dirigentin Ute Brucker vortrugen.

Anschließend folgte der erstmalige Auftritt des von Ute Brucker inizierten und geleiteten Jugendensembles. Mit viel Gefühl für Rhythmus und Ausdruck begannen die jungen Spielerinnen und Spieler ihren Auftritt mit Frank' s Mambo, eine Erinnerung des Komponisten dieses Stückes, Wolfgang Russ, an seine gemeinsame Deutschlandtournee zusammen mit dem berühmten amerikanischen Jazz - Akkordeonisten Frank Marocco. Dass man Techno - Musik durchaus auch mit dem Akkordeon spielen kann, bewiesen die jungen Musiker und Musikerinnen mit "Dream - House" von Hans - Günther Kölz. Rhythmisch ausgeprägt, mit großer Spielfreude und großer Spielfreude beendete das Jugendensemble seinen gelungenen Auftritt mit der von Hans - Günther Kölz arrangierten Filmmusik zu "Star - Wars".

Den Abschluss des ersten Teils des Konzertabends gestaltete das Akkordeonensemble der Abteilung mit Ralf Schwarzien's Beschreibung der US - Südstaatenmetropole New Orleans, der "New Orleans - Suite". Mit deren 4 kleinen Sätzen berichtet von Ralf Schwarzien, Ausdruck seines Empfindens der für ihn eindruckvollsten, imposantesten, bemerkenswertesten und schönsten Dinge dieser Stadt am Mississippi. Im 1.Satz wird das Unterhaltungszentrum von New Orleans, das French Quarter, beschrieben, wo in dessen Nähe auch der legendäre Jazz - Musiker Louis Armstrong aufwuchs und die dortige Musik ihn prägte. Im 2.Satz wird der Garden Distrikt vorgestellt. Hier offenbart New Orleans seine Südstaaten-Atmosphäre. Hier herrscht eine angenehme Ruhe, die Zeit scheint still zu stehen. Den Sonnenuntergang über dem Mississippi beschreibt Ralf Schwarzien im 3.Satz der Suite. Mit der temperamentvollen, teilweise recht wilden Musik der Cajuns, einer französischstämmigen Volksgruppe, die am Rande von New Orleans lebte, endet die Suite. Die recht schwierige Suite wurde von dem Ensemble gekonnt und mit viel Engagement vorgetragen.

Den zweiten Teil des Konzertabends gestaltete das Hauptorchester der Akkordeonabteilung. Das Orchester begann seinen Auftritt unter der Leitung seines Dirigenten Harald Brucker gleich mit dem Höhepunkt des ganzen Konzertabends, der "Rhapsodie in Blue" von George Gershwin, für Solopiano und Akkordeonorchester arrangiert von Werner Niehus. Mit der Uraufführung dieses Werkes im Jahre 1924 in New York wurde auch der sinfonische Jazz aus der Taufe gehoben. Die Faszination dieses Werkes, die von dessen Uraufführung ausging, ist noch heute, auch in einer Bearbeitung für Piano und Akkordeonorchester zu spüren. Zwei rhythmische "swingende" Rahmenteile umschließen einen melodischen Mittelteil, der von "blue notes" (den charakteristischen, bewusst "unsauberen" Tönen des Blues) durchzogen ist. Die Solistin des Abends, Mona Rössler, beeindruckte durch ihr virtuose Spiel bei den Soloparts, ihre rhythmische Sicherheit bei den schnellen allegorisieren und ihre melodisches Einfühlungsvermögen in dem grandiosen langsamen Mittelteil. Der Auftritt war vom Feinsten.

Darauf folgte die mitreißende Pop-Ballade "Music" von John Miles, arrangiert von Hans-Günther Kölz. Den Klavierpart übernahm dabei Mona Rössler.

Die engagierten Musikerinnen und Musiker des Orchesters konnten danach vom Publikum noch viel Beifall entgegennehmen für die Vorträge "I just called to Say I love" von Stevie Wonder, "There will be a Time" von Hans-Günther Kölz sowie "Summernight" aus dem Musical "Grease", arrangiert von Sebastian Klein.

Mit lang anhaltendem Beifall belohnte das Publikum die Musikerinnen und Musiker für ihren famosen Auftritt und verlangte eine Zugabe. Dieser Forderung kam das Orchester gerne mit einer von Wolfgang Russ arrangierten Swing-Version des Musical-Hits "Hello Dolly" nach. Solistin mit der Melodika war hierbei Ute Brucker. Alle Stücke des gelungenen Konzertabends wurden von Simon Rössler am Schlagzeug begleitet.

Quelle: AO Böbingen/Rems
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Kontakt: staufen@akkordeonjugend.de