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Seit 75 Jahren spielt der Handharmonika-Club Korb gegen den „verstaubten" Ruf des Akkordeons an

Der HHC Korb im Jahre 2007 beim fleißigen Proben
Das erste Orchester des HHC mit dem Dirigenten Paul-Ernst Knötzele ist gut gelaunt dabei,
den Wolf tanzen zu lassen. Filmmusik ist beim Publikum beliebt.


Als sich am 2. Mai 1932 neun Korber Bürger im Gasthaus „Löwen" trafen und den Handharmonika-Club Korb-Steinreinach gründeten, ahnte keiner, dass sich der Verein weitere 75 Jahre würde halten können. Ganz davon zu schweigen, welchen Aufschwung das Handharmonika-Spiel in der Region erfahren würde.
Heute gehören dem Verein mehr als 180 Mitglieder an, 75 davon greifen aktiv zum Instrument. In Baden-Württemberg hat das Akkordeonspiel Tradition - über die Hälfte der fast 1200 deutschen Handharmonika-Vereine sind im Ländle zu finden.
Das Instrument allerdings ist nicht mehr, was es anfangs war. Vor dem ersten Weltkrieg gab es nur diatonische Instrumente, die vor allem in der Volksmusik Verwendung fanden. Aufgrund der Bauart kann man mit ihnen allerdings nicht alle Tonarten spielen.
„Das chromatische Akkordeon entstand dann eher aus Platznot. Viele Salonorchester hatten kein eigenes Klavier und suchten eine transportable Lösung," beschreibt der Dirigent des ersten Orchesters, Paul-Ernst Knötzele, den Werdegang des heute üblicherweise gespielten Akkordeons mit seinen „Knöpfle" auf der linken und den Klaviaturtasten auf der rechten Seite.
Mit diesem Instrument kann seitdem ein weit größeres Repertoire bearbeitet werden. Im HHC werden bekannte Orchesterwerke umgesetzt, es wird Filmmusik und Tango gespielt - das Jugendorchester versucht sich gar im Hip-Hop. „Wir wollen endlich den verstaubten Geruch loswerden," seufzt die musikalische Vorsitzende des Vereins, Marion Gram-Geerken.
Sie selber begann im Alter von acht Jahren mit dem Akkordeonspiel. „Der Verein bildet selber aus, seit sieben Jahren macht das unsere Lehrerin Janina Rüger." Auch für die Jüngeren ist etwas dabei, vom Musikgarten über die musikalische Früherziehung bis hin zu ersten Instrumentalversuchen auf einem Minikeyboard.
„Wenn man mal bei einem Verein ist, der einem gefällt, bleibt man hoffentlich auch dabei," beschreibt Marion Gram-Geerken die Nachwuchsstrategie des Vereins. Und die scheint aufzugehen, denn der Verein kann mit dem ersten Orchester, dem vorwiegend Volksmusik spielenden Hobbyorchester, einem Jugendorchester und einem Jugendensemble eine große Bandbreite anbieten.

Quelle: WKZ vom 21.04.2007
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Kontakt: staufen@akkordeonjugend.de