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AO Hohenacker wird 50!

Das Akkordeon, oft als altmodische Quetschkommode verunglimpft, erlebt seit einiger Zeit eine Renaissance. Nicht erst, seit „Volks-Rock'n'Roller" Andreas Gabalier Popstar-Status erlangt hat. Für aktuelle Musik aufgehobenem Niveau steht auch das Akkordeonorchester Hohenacker, das sein 50-jähriges Bestehen feiert.

Das Akkordeonorchester und die Familie Kölz waren immer eng verbunden. Der Musikschullehrer Gerhard Kölz war es, der vor 50 Jahren die Gründung des ersten Orchesters anregte. Im Haus unterrichtete er täglich Schüler. Daher kannte sein Sohn Jürgen schon die wichtigsten Lieder, als er mit fünf Jahren erstmals ein Akkordeon in die Hände bekam. Heute ist er es, der die Musikschule in Hohenacker leitet. Außerdem dirigiert er das zweite Orchester, das Freizeitorchester und das Kammerensemble -und spielt mit im ersten Orchester. Dieses Aushängeschild des Vereins wird seit 1986 von seinem großen Bruder dirigiert: Hans-Günther Kölz, der als Dozent am renommierten Hohner-Konservatorium in Trossingen wirkt und zu den Koryphäen des Fachs zählt. Das von ihm dirigierte Orchester Hohnerklang tourt weltweit.

„Unser Pokal ist es, wenn die Leute klatschen"

Es hat nicht zuletzt mit diesem Hintergrund zu tun,- dass das Akkordeonorchester Hohenacker einen guten Ruf genießt. Jedenfalls haben ihn sich die Musiker nicht bei Wettbewerben erspielt, denn von der Jagd auf Preise haben sie sich schon seit längerer Zeit verabschiedet. „Dafür müsste man monatelang das gleiche Stück bis zur Perfektion üben", sagt Spielersprecher Wolfgang Schreiber. Die Akkordeonisten aus Hohenacker hingegen schätzen die Abwechslung, wollen neue Arrangements und Kompositionen, die sie von Jürgen und Hans-Günther Kölz stets topaktuell geliefert bekommen. Diese Vielfalt von Barock über Filmmusik, Schlager und Tango bis Rock kommt auch beim Publikum an - was mehr wiegt als Wertungspunkte. Frei nach dem Motto: „Unser Pokal ist es, wenn die Leute klatschen." Auf Wertungsspiele zu verzichten heißt nicht, auf Anspruch und Leistung zu verzichten, im Gegenteil: So können die Spieler zweimal im Jahr neue, abendfüllende Programme einstudieren. So manchem Akkordeonisten auf der Suche nach einem neuen Verein ist das zu heftig.
Außer auf Musik versteht sich der Verein auch auf Feste. Beim Höflesfest, das immer an Himmelfahrt stattfindet, bevölkern gut und gerne 300 bis 400 Leute den Hof an der Bergstraße. Ob spielen oder spülen: „Alle Ehrenamtlichen sind gefordert", sagt Vorsitzender Martin Reinhardt. Aufgaben gibt's reichlich zu verteilen, von der Planung bis zur Zubereitung von 450 Maultaschen nach speziellem „AOH"-Rezept und Schälen von 75 Kilo Kartoffeln für den Salat. Für die Party am Abend hat der Verein einen Spezialisten in seinen Reihen: „Mäx B." mit Kapelle. Unterstützt von Akkordeonisten sowie Sängerin Julia Trappiel hat Markus Bäuerle jede Menge Schlager der fünfziger Jahre und der Neuen Deutschen Welle auf Lager, auf den Leib geschneidert von Arrangeur Jürgen Kölz.

Mancher einstige Nachwuchsspieler ist heute Musiklehrer

Der Verein hat über 120 Mitglieder, die Hälfte davon ist in den Orchestern und Ensembles aktiv. Darunter Gründungsmitglieder wie Regina Wiesenmaier, die das Akkordeonspiel von ihrer Mutter hat und selbst schon an die nächste Generation weitergab - eine waschechte Akkordeon-Familie eben: „Uns hat es immer Spaß gemacht." Zu den Ehemaligen der Musikschule gehört Tobias Escher, der als Akkordeonist seinen eigenen musikalischen Weg gefunden und sich über die Region hinaus einen Namen gemacht hat. So mancher AOH-Jugendliche ging zum Studium nach Trossingen und wurde Musiklehrer.
Etwa Moritz Sauer, der das vereinseigene Schülerorchester leitet. 2014 trat dieses neben der AOH-Rockband und Mäx B. bei den Heimattagen auf. Als neues Veranstaltungsformat hat der Verein seit 2013 die Reihe „ConTakte" entwickelt, in der das Akkordeon-Orchester mit Musikern anderer Sparten gemeinsame Konzerte gibt. Akkordeon trifft Saxofon, Oper oder Folklore. Unabhängig vom Vereinsjubiläum steht dieses Jahr eine Konzertreise an ins hessische Korbach. Dort spielen an zwei Tagen zehn Orchester je sechs Stücke von Hans-Günther Kölz - zu dessen 60. Geburtstag.

Quelle: WKZ vom 08.03.2016
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Kontakt: staufen@akkordeonjugend.de