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Mit einem Jubiläumswochenende
feierte der Akkordeon-Spielring e.V. Remshalden-Geradstetten am 27./28.04.2002
sein 40-jähriges Bestehen in der Wilhelm-Enßle-Halle.
Am Samstag fand ein Jubiläumskonzert statt gestaltet vom Schülerorchester,
dem Doppelquartett des Vereins, dem 1.Orchester und der Gymnastikgruppe
des SV Remshalden mit ungarischen Tänzen. Und am Sonntag ein Frühschoppenkonzert
u.a. mit dem AO Balingen und den Jugendlichen des ASR sowie Ehrungen.
Das Jahr 2002 ist beim Akkordeon-Spielring e.V. Remshalden-Geradstetten
das Jahr der Jubiläen:
der Verein blickt auf 40 Jahre Vereinsgeschichte, 30 Jahre Vorstandstätigkeit
von Eugen Single und 25 Jahre Doppelquartett zurück.
Aus der Chronik des Vereins:
Im Jahr 1962 wurde der Akkordeon-Spielring e.V. Remshalden-Geradstetten
- damals als Spielring der Harmonikafreunde e.V. Geradstetten - gegründet.
Nach Fritz Frank übernahm 1972 Eugen Single
das Amt des 1.Vorsitzenden - wie er dachte für zunächst ein Jahr.
Nun im Jubiläumsjahr gibt er nach 30 Jahren Vorstandschaft dieses Amt
weiter an Axel Hamm. Seit 25 Jahren besteht das "Doppelquartett", eine Spielgruppe,
die in einer kleineren Besetzung mit eigenem Repertoire und ohne Dirigent
musiziert.
Nach einigen Dirigentenwechseln Ende der 90er Jahre wurde im Jahr
2000 aus dem 1.Orchester und dem Jugendorchester das Orchester neu formiert.
Die Leitung übernahm Jörg Lederer. Vielfalt ist hier großgeschrieben:
Nicht nur die bekannten klassischen Akkordeon-Kompositionen werden gerne
gespielt sondern auch moderne Arrangements bekannter Musicals u.a. Dazu
kommen eine Vielzahl an Unterhaltungsliteratur, so dass z.B. das Doppelquartett
dazu imstande ist, ca. 4-5 Stunden zur Unterhaltung bei Festen aufzuspielen.
Viele der Arrangements davon haben sie ihrem früheren langjährigen
Dirigenten Herbert Heck zu verdanken.
Neben der Musik kommen auch die Freizeitaktivitäten nicht zu
kurz: gemeinsame Wanderungen, Ausflüge, Besichtigungen und diverse
Jugendzeltlager und -wochenenden stehen auf dem Programm. |
Was die Presse dazu zu sagen hat:
Den Auftakt machte
das Schülerorchester unter Leitung von Silvia Lederer auf recht konzertante
Weise mit dem Eurovisions-Thema. Weckte dies doch bei so manchem Zuhörer
die Erinnerung an Fernsehzeiten, als Übertragungen noch mit dieser
Hymne eingeleitet wurden. Recht ryhthmisch ging es dann mit dem Hawaiian-Waltz
weiter. Unterstützt vom Doppelquartett an der Percussion.
Etwas ganz besonderes war das Medley "Dschungelbuch" als passend
dazu plötzlich die Affen, Mogli und der Bär Balu vergnügt
durch die vollbesetzte Halle nach vorne tanzten. Als Zugabe fuhr noch "Die
kleine Dampfeisenbahn" vor.
Kurz ging dann für eine Pause das Licht aus und schon wurde
die Bühne für den ersten Jubilar des Abends, das Doppelquartett
freigegeben. Begonnen hatte alles 1977, als sich die Spielerinnen D.Felkl,
S.Kothe, H.Lenz und Spieler H.Hersel, J.Lederer, V.Seybold, F.Walhalla und
D.Vollmer zusammenfanden. Die Besetzungen, außer Jörg Lederer,
wechselten zwar, doch geblieben ist nach wie vor die Freude an der Musik
und am abwechslungsreichen Spiel. Heute nun wandelte das Doppelquartett
spielerisch gewandt mit ihrem ersten Stück auf den Spuren von Rondo
Veneziano, um dann mit Jaqcues Offenbachs "Orpheus in der Unterwelt" auf
die Ehrungen überzuleiten.
F.Frank, H.Knauer und H.Fresenbeck, drei noch lebende der sieben
Gründungsväter, wurden für ihre langjährige Treue geehrt.
Besonders um den Verein hatte sich jedoch Eugen Single verdient gemacht.
Zunächst für ein Jahr gewählt, stand er 30 Jahre dem ASR
als Vorstand vor, lenkte trotz mancher Tiefen erfolgreich die Geschicke.
Da gehört schon etwas dazu. Jahrzehnte
lang einem Verein als Vorstand zu dienen, ohne auch nur ein Lied auf dem
Akkordeon spielen zu können. Postum bekam Eugen Single auch gleich einen
Gutschein für einen Akkordeon-
Schnupperkurs geschenkt. "Ich habe als sehr junger Vorstand
den Verein übernehmen dürfen und es hat mir sehr viel Freude gemacht",
bedankte sich Eugen Single.
Mit "Rhapsodia Andalusia", "Tango sentimentale" und einem Medley
aus dem Musical "Die Schöne und das Biest" spielte das 1.Orchester
unter Leitung von Jörg Lederer nach der Pause äußert stimmungsvoll
und erfrischend auf. Mit 40 Jahren gehört man eben auch zum besten
Schwabenalter und das konnte man an diesem Abend auch wirklich hören.
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Die drei Geehrten: E. Single, H.Fresenbeck, H.Knauer
Quelle: HI 01/2002 und WKZ vom 29.04.2002
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