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Bezirkskonzert 1999

BNN vom Montag,  22. November 1999:

Hohner-Akkordeon-Orchester im Bürgerhaus Malsch

Musiker gingen bis an die Grenzen der Möglichkeiten

viel Beifall auch für die einheimischen Akteure

Tönende Landschaften in der Akkordeonmusik darzustellen, war ein Anliegen des 1967 verstorbenen Komponisten und Leiters der Trossinger Musischule Hugo Hermann. Unter der Leitung von Willi Maisch wurde am Samstag seine "Irland-Suite" im Bürgerhaus Malsch zu Gehör gebracht.

Sein sechzigjähriges Bestehen feiert in diesem Jahr das Handharmonika Orchester Malsch, das zu den ältesten Orchestern des Harmonika-Verbandes zählt. Das war ein Grund für die Mitglieder, mit der Organisation des Konzertes des DHV-Bezirks Mittelbaden dem Publikum etwas ganz Besonderes zu bieten. Zu Gast war das bekannte Hohner-Akkordeon-Orchester aus Trossingen.

Viel Beifall gab es zu Beginn für das Malscher Orchester nach einem schwungvoll vorgetragenen Tango des Argentieniers Astor Piazolla. Seit 1976 ist Willi Maisch als Dirigent für das Orchester tätig. Es gelang ihm in den 32 Jahren seines Wirkens, dem Orchester über die einfache Volksmusik hinaus auch anspruchsvolle Konzertliteratur zu vermitteln. Bei vielen Wertungsspielen war das Orchester schon erfolgreich. Regelmäßig nimmt es an den alljährlichen Herbstkonzerten teil, und es hat auch regelmäßig Auftritte in Kirchen.

Drei "Songs für kleine Akkordeonisten" des tschechischen Komponisten Jiri Rada wurden vom Jugendorchester vorgetragen. Das Publikum war beeindruckt über die beachtliche Jugendarbeit des Vereins, und motivierte die jungen Akkordeonisten mit herzlichem Applaus. Aus langjährigen Vereinsmitgliedern setzt sich die Seniorengruppe "Die Handharmoniker", die seit zehn Jahren besteht, zusammen. Sie trugen volkstümliche Stücke, unter anderem das Stück "Der Ziegenbock" von Hermann Schittenhelm vor.

Ein besonderes Erlebnis war der Autritt des Hohner-Akkordeon-Orchesters aus Trossingen im zweiten Programmteil. Es wurde 1927 durch den renommierten Akkordeonisten hermann Schittenhelm gegründet. Im Lauf der Jahre konnte es sich zu einem der beliebtesten Ensembles in Deutschland etablieren. Zur Zeit wird es dirigiert von Johannes Baumann.

Das Orchester bot dem Publikum ein kurzweiliges Programm mit Originalwerken und Arrangements verschiedener Stilrichtungen. Es war ein interessantes Erlebnis, Rossinis bekannte Ouvertüre aus der Oper "Der Barbier von Sevilla" mit Akkordeonklängen zu hören.

Mit den "Variationen" von Rudolf Würthner wurde eine der Perlen der originalten Akkordeonliteratur dem Publikum präsentiert. Es ist eine in musikalischer und spieltechnische Hinsicht höchst anspruchsvolle Musik, die an die Grenzen der Möglichkeiten eines Akkordeonorchesters geht. Die Vorträge des Trossinger Orchesters waren durchweg von einer ganz besonderen Qualität, und die Akkordeonfreunde applaudierten mit Begeisterung.

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