Auszug aus dem "Handbuch für den Jugendleiter", S. 89, 2. Auflage:

Aufbesserung der Jugendkasse

Um nicht länger in "Armut" leben zu müssen, beschlossen wir, uns mit einem Spendenaufruf an die Öffentlichkeit zu wenden. Ablauf der Spendenaktion:

Der Spendenaufruf (Bittbrief) wurde verfaßt.

  1. "Unsere Bank" war so freundlich und machte von diesem Brief 100 Kopien, ebenso lieferte sie uns dazu die Überweisungen, alles natürlich kostenlos.
  2. In 2 Gruppenabenden suchten wir anhand von Adressenlisten und Telefonbüchern Privatpersonen und Geschäftsleute aus, welche uns für diese Aktion geeignet erschienen..... Jedes Gruppenmitglied brachte einige Briefumschläge von zu Hause mit, die anschließend adressiert wurden. Brief mit Überweisung wurde dann "liebe- und erwartungsvoll verpackt".
  3. In den nächsten beiden Gruppenabenden wurden die Briefe zu den potentiellen Geldgebern gebracht. Je 2-3 Jugendliche bekamen ein bestimmtes Gebiet zugeteilt, wobei Vororte und Teilgemeinden mit dem Fahrrad beliefert wurden. Die Aktion hatte begonnen, jetzt hieß es warten, warten und nochmals warten.
  4. Nach einer Woche konnten wir erst 1 Überweisung verbuchen. Die Frage tauchte auf, ob wir richtig vorgegangen waren. Der Bankangestellte beruhigte uns jedoch. Er meinte, bei Geschäftsleuten muß man bei solchen Aktionen in der Regel 4-6 Wochen warten.
  5. Wöchentlich wurde der neue Kontostand weitergegeben.
  6. Nach ca 8 Wochen haben wir die Spendenaktion als abgeschlossen angesehen. Auf dem Rathaus wurden die gewünschten Spendenbescheinigungen beantragt. Zudem mußte noch ein "Dankeschön" an die Spender geschrieben werden.
  7. Im Rahmen eines Gruppenabends wurden die Dankschreiben mit den Spendenbescheinigungen ausgetragen. Zusätzlich bekamen die Spender je 1 Blume überreicht (aus dem Vorstandsgarten oder sonstigem Zufluß ... z.B. einer befreundeten Gärtnerei)