Das Handbuch für den Jugendleiter...

... verdankt die Akkordeonjuge1nd BW Herrn Karl Kramer

In einer Zeit, als für die Verbandsspitze des DHV und einige Trendsetter (in den Landesverbänden) an der Basis alles in Ordnungschien, kämpfte Herr Kramer bereits verzweifelt gegen die Scheuklappenmentalität an. Durch seine intensiven Kontakte in zahlreiche Vereine verschiedenster Bezirke hinein, wußte er längst, daß die Vereinsbasis in der sogenannten Provinz noch vor dem Präsidium die gesellschaftlichen Veränderungen zu spüren bekommt. Immer öfter erreichten die Akkordeonjugend Baden-Württemberg Hilferufe zum Thema "...wie und woher bekommen wir neue Akkordeonschüler?". Es wurde sogar noch dringender mit der Aussage: "...wie können wir bloß die bisherige Schüler-Jugend halten,... es wird ja immer schlimmer...?"

Mitte der 80er Jahre begann Karl Kramer für den Einsteigerband "Handbuch für den Bezirks-JL" Material zusammenzustellen und auf JL-Seminaren auszutesten. Anfang der 90er versuchte er erneut, Verbandsfunktionäre zu überzeugen, daß nur außerordentliche Anstrengungen und völlig neue Wege im überfachlichen Angebot die musizierende Jugend in den Vereinen halten kann (spätestens in der Pubertät interessiert sich die (Vereins-) Jugend mehr für gesellschaftliche Probleme und zwischenmenschliche Beziehungen, als daß ausschließlich musikalische Schwierigkeiten für den Dirigenten / Lehrer geübt wird...).

Besonders die Musik-Verbände müssen das Amt des Jugendleiters deutlich aufwerten und neugestalten, um mit dem "Sport" konkurrieren zu können. Durch den natürlichen Bewegungsdrang, gemeinsame schweißtreibende Aktivitäten, zeitgemäße Rituale auf dem Spielfeld und die perfekt inszenierte Vorspiegelung von jugendlichen Idealen durch Werbung und Freizeitindustrie ..... durch all das begeistert sich die Jugend der 90er viel eher für "Sport" als für Musikausübung im (Akkordeon-) Verein. Was kann ein Musikverband dem entgegen setzen?

Ein Patentrezept für Stadt und Land gibt es nicht. Aber eine Hilfe zur Selbsthilfe, damit jeder Akkordeonverein eine eigene Lösung vor Ort finden kann. Ausgangspunkt und zentrale Bedeutung:

der JUGENDLEITER !

Das Handbuch hilft neugewählten Jugendleitern bei den ersten Schritten, denn meistens werden sie eben nicht mehr wie früher von einem Vorgänger eingearbeitet. Schafft es der JL als Großziel, daß sich die Vereinsjugend federführend für ein örtliches Projekt engagiert (z.B. Renaturierung einer Bachlandschaft / Wiederaufbau des historischen Backofens im Dorfkern nach Unterlagen aus dem Stadtarchiv ...uvm... ), ist die Hilfe von Lehrern, Pfarrern, Gemeinderäten, Bürgermeistern, Hochschulen, Ämtern und Behörden GAR KEIN PROBLEM. Junge Menschen rennen offene Türen ein und erfahren in der Praxis, daß "wir nur gemeinsam stark sind", daß Demokratie ganz unten anfängt, daß Alt und Jung miteinander / füreinander etwas bewegen kann...

... und daß das alles auch noch unheimlich viel Spaß macht !

Wenn das Akkordeon-Orchester zu so einem Projekt auch noch einen Auftritt beisteuert: alles paletti, und das öffentliche Ansehen steigt ungemein. Und damit auch das Selbstbewußtsein unserer jugendlichen Akkordeonisten.

Mit dieser Grundidee und trotz aller - auch völligunerwarteter - Schwierigkeiten und Rückschläge setzte Herr Kramer das Handbuch durch. Es wurde ein Riesenerfolg - wenn man als Gradmesser die hohe Anzahl von Raubkopien betrachtet.

Natürlich ersetzt es keinen Lehrgang, aber es ist als Nachschlagewerk und besonders als Impulsgeber unübertroffen. Sogar bei Bläsern und Chören in BW ist eine ähnliche Materialsammlung im Gespräch, um den überfachlichen Bereich kräftig auszubauen und so für eine neue Qualität von Zwischenmenschlichkeit in den Vereinen zu sorgen.


            (---> 2. Auflage in Spiralbindung, incl. Gesamtliste der getesteten und empfohlenen Freizeitheime BaWü)                 # für 20,- DM = Rhl-Pfalz / Saar
                # für 15,- DM = Hessen

     ( #  die "Bayern" - Liste wird z.Zt. noch getestet und für die AJ-BW aufbereitet ! )

Die Preise sind bereits ENDPREISE, die Sie per Nachnahme (einschließlich Porto- und Versandkosten) Ihrem netten Postzusteller bei Wind und Wetter aushändigen ....
Bitte seien Sie so fair und machen keine Raubkopien. Hunderte von Arbeitsstunden stecken in dem Handbuch, so daß der kleine Gewinn am Ende als Aufwandsentschädigung im Ehrenamt und nicht als persönliche Bereicherung angesehen werden muß.
Seit den Sommerferien '98 hat die AJ-BaWü die Adresse des Fachausschußvorsitzenden für Jugendbildung und Freizeit als Kontakt für Bestellung und Versand. Postkarte oder E-Mail genügt:

---> An Herrn Claus Gregustobires, Untere Beutau 12, 73728 Esslingen.

Wort zum Sonntag:
" ... das Ehrenamt kann und darf nicht länger ausgepreßt werden wie eine Zitrone. Erst wenn etwas nicht mehr da ist, weiß man seinen Wert zu schätzen ... "   (Zitat Roman Herzog)

* Inhaltsverzeichnis des Handbuchs *