Online-Tagebuch vom Sommerorchester 2003: Dienstag, 05.08.2003

Dienstag, 05.08.2003

Die "Schwarze Madonna" von Tschenstochau



Am Dienstag stand die berühmte "Schwarze Madonna" von Tschenstochau auf dem Reiseplan. Dieses Mal begleitete uns die Familie des Bürgermeisters. Nach gut einer Stunde Fahrtzeit kamen wir beim Jasna Gora an. Eine freundliche Fremdenführerin zeigte uns die verschiedenen Gänge und Räume der im Barockstil gebaute Pilgerstätte.


Die tiefe Frömmigkeit der Menschen, sowie die kunstfertige Architektur beeindruckte uns zutiefst. Einlass war nur mit einer Schulter-bedeckenden Kleidung erlaubt. So haben einige Spielerinnen noch schnell ihre Tournee-T-Shirts aus dem Bus geholt.


Die historischen Hintergründe, die bei dieser Führung durch das imposante Kloster beleuchtet wurden waren sehr interessant. Höhepunkte waren die goldene Rose vom Papst (als höchstes Geschenk der Anerkennung) und die berühmte schwarze Madonna.


Nach der Klosterbesichtigung hatten wir noch 2 Stunden Zeit im Städtchen Tschenstochau zu bummeln und verschiedene Andenken einkaufen. Einige deckten sich mit Kleidung ein, die hier in Polen besonders günstig ist.


Doch dann ging es auch leider schon wieder zurück, denn das Konzert in der Kirche von Dobrodzien wartete auf uns.

Bei der Generalprobe am Nachmittag gaben wir den Musikstücken ihren letzten Schliff. Um 19 Uhr wurde es dann ernst. Die Kirche füllte sich zunehmend. Nach der musikalischen Eröffnung mit dem Trumpet Voluntary von Jeremiah Clarke begrüßte der Bürgermeister Waldemar Czaja das Publikum herzlich.


Kirchenkonzert in Dobrodzien


Im Gegensatz zu dem Platzkonzert in Brzeg, das vorwiegend von unterhaltenden Popularmusik geprägt war, lauschte das Publikum heute andächtig barocken, klassischen und klassisch-modernen Werken. Über 100 Zuhörer applaudierten begeistert und forderten eine Zugabe. Das folgende "Ave Maria" von Johann Sebastian Bach verbreitete eine wunderschöne warmherzige Atmosphäre, und das Publikum war zutiefst gerührt.


Die freiwillige Spenden des Abends waren für die Reparatur der Orgel bestimmt. Viele Konzertbesucher kamen nach der Veranstaltung auf uns zu und beglückwünschten uns zu diesem gelungen Konzert. Ein Akkordeonorchester haben die Dobrodziener noch nicht in ihrer Kirche erlebt.


Nach dem Abendessen zogen wir alle gemeinsam mit unserem Akkordeonjugend-Baden-Württemberg-Banner zum Marktplatz und feierten dort unser erstes gelungenes Kirchenkonzert. Und auch dort wurden wir von einer Passantin angesprochen und gelobt.


Banner Akkordeonjugend Baden-Württemberg

 

 

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Weitere Informationen:

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