Akkordeonjugend zeigt Flagge beim „Tag des Ehrenamts“

Im Saal des Martin Luther Hauses in Bruchsal trafen sich am 4. Dezember 2003 Mitglieder des Kreisjugendrings Karlsruhe mit Kommunal- und Landespolitikern zur ersten Ehrenamtskonferenz. Das Jugendorchester des Harmonikarings Berghausen eröffnete mit popiger Literatur für Akkordeon-Orchester unter der Leitung von Ralf Schwarzien die Veranstaltung. Der Dirigent führte die Zuhörer in die Stücke ein, und schon mit dem ersten Titel „Joy“ zeigten die Jungs und Mädels, wie gut moderne und fetzige Arrangements mit dem Akkordeon klingen. Es folgten „Uptown Girl“ und „I will survive“.

So hatten die SpielerInnen des Jugendorchesters nicht nur die Politiker schnell in ihren Bann gezogen, auch die übrigen Konferenzteilnehmer aus den verschiedensten Jugendgremien applaudierten begeistert. Volkstümelnde Vorurteile konnten abgebaut werden.


Der weitere Verlauf des Abends - vorbildlich moderiert von Mike Cares - wurde durch ein Glücksrad geregelt. Jeder Podiumsteilnehmer durfte daran drehen, und je nachdem, welche Farbe dabei herauskam, galt es Fragen zu beantworten, bzw. dem Plenum Fragen zu stellen oder auch Logos von ehrenamtlichen Organisationen zu erkennen. Treffsicher erkannten die Politiker allem voran unser Logo der Akkordeonjugend Baden-Württemberg im DHV.


Staatssekretär Heribert Rech vertrat die Ansicht, es ginge den Ehrenamtlichen in erster Linie gar nicht ums Geld. „Es wird einem sehr viel an ideellen Werten zurückgegeben“, bezog sich der CDU-Politiker auf seine eigenen Erfahrungen als Ehrenamtlicher. Gleichzeitig forderte er eine „Kultur der Anerkennung“. Dazu gehöre, so der SPD-Mann Kurt Roth, auch die Würdigung ehrenamtlicher Leistungen durch die Gemeinden und durch die Bürgermeister.

Am liebsten gar nicht den Rotstift bei den „freiwilligen Leistungen“ ansetzen möchte Martin Büchner, Bürgermeister von Oberhausen-Rheinhausen.

Eine weitere Möglichkeit das Ehrenamt zu würdigen, sogar zu belohnen, sei nach Auffassung aller Podiumsteilnehmer die „JugenLeiterCard“ (JuLeiCa). In einigen Städten und Gemeinden gibt es bei Vorlage der Karte ermäßigte Eintrittspreise oder andere Vergünstigungen. „Da muss aber noch viel mehr geschehen“, betonte der SPD-Landtagsabgeordnete Peter Wintruff, „auch von Seiten der Landesregierung“.

Winfried Kaupp, Landesjugendleiter der DHV-Akkordeonjugend Baden-Württemberg, unterstrich, „die Jugendleiter-Card wird nicht einfach an jeden Ehrenamtlichen verteilt. Sie muss durch mehrtägige Kurse mit Prüfung zunächst einmal erworben werden und wird nur durch nachgewiesene Weiterbildungsmaßnahmen oder Aufbaukurse später verlängert“. Hier geht die ABC-Musikjugend BW (Akkordeon-, Bläser- und Chorjugend) seit einiger Zeit mit verbandsübergreifenden Seminar-Ausschreibungen erfolgreich neue Wege.

Gerhard Girrbach


Banner Akkordeonjugend Baden-Württemberg

 

 

(Logo)